Stader Kunst-Buch-Kabinett

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Glas, Erich (1897-1973).

Glas, Erich (1897-1973). Phädrus Augusti Libertus. Aesopische Fabeln. Acht mit Bleistift signierte Original-Holzschnitte von Erich Glas. Probedrucke. Korrektur-Exemplar. Mappe mit dem gedruckten Verzeichnis der acht lose beiliegenden Grafiken. [Berlin], [Amsler & Ruthardt], [1920], 27,5 x 21,5 cm (Mappe), Grafiken je ca. 16,5 x 15,5 cm. [Anmerkung: Das endgültige Werk erschien in 50 nummerierten Exemplaren mit insgesamt 8 Holzschnitten von Glas in einer Halbpergamentmappe.] - Hier alle acht signierten Holzschnitte auf hauchdünnem Japanpapier (fünf mit kleineren Eckknicken), der Original-Umschlag fleckig, oben links stärker lichtrandig, mit Titelaufdruck auf dem Vorderdeckel und mit den einzelnen Titelbeschreibungen. Auf der Umschlaginnenseite vom Künstler eigenhändig als "Probedrucke" bezeichnet und nochmals zusätzlich signiert. Die gedruckte Zeile "Initial. Die hochmütige Dohle mit den Pfauenfedern" wurde hier durchgestrichen. - Folgende Holzschnitte sind in der Mappe mit den Texten versehen: I. Wie der Löwe mit Gewalt den Genossen seiner Jagd den versprochenen Anteil vorenthält. II. Wie der König eines Landes einen Schuster, der quacksalbernd leichtgläubige Leute narrte, durch Furcht zur Wahrheit zwingt. III. Wie ein Frosch des Glaubens ist, wenn er sich aufbläht, könne er die mächtige Größe eines Ochsen wohl erreichen und so zerplatzt. IV. Wie der Weih sich zum Könige der Tauben wählen läßt, nur um sie zu greifen. V. Wie ein Maultier, das leicht und stolz an einer Geldkassette trug, bei einem Ueberfall verwundet wird, kein Mensch sich aber um den schwerbeladenen Esel kümmert. VI. Wie die Schlange in der scharfe Feile beißt und den Kürzeren zieht. VII. Wie die Drohnen faul sich weigern, Honig zu tragen und fortgestochen werden. VIII. Wie ein Panther die Hirten schont, die Gutes ihm einst taten, die anderen aber niederschlägt.

Sachgebiete: Kunstgeschichte

480,- EUR

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Reimann, Albert (1874-1976).

Farbe und Form. Monatsschrift für Kunst und Kunstgewerbe. Mit der Beilage "Mitteilungen der Schule Reimann". 42. bis 45. Semester / 1923-1924. Inhaltsverzeichnis der Jahrgänge 1923/24 von "Farbe und Form"; Achter Jahrgang 1923, erstes Heft (Melzer Tafel fehlt: wurde schon in der Herstellung nicht montiert), Stundenplan ab 1. Januar 1923, 2. Heft Februar 1923 Faschings-Nummer, mit einem Holzschnitt von Georg Tappert auf dem Umschlag (nicht bei HDO Söhn), lose einliegend (so wie erschienen: Blatt Einladung zum Beitritt in den Freundeskreis der Schule Reimann mit Stempel; Programm (Typoskript zum Gauklerfest 1923. - 3. Heft März 1923. - 4. Heft April - Mai 1923, Linoleumschnitt von A. Plünnecke auf dem Umschlag (nicht bei HDO Söhn); 5. Heft Juni - Juli 1923 (2 Blätter fehlen); 6. Heft Dezember 1923. - 9. Jahrgang 1. Heft Januar 1924 Faschings-Nummer. - 2. Heft Februar 1924. - [3. Heft vom Verlag nicht miteingebunden, Bindefehler bei allen Exemplaren [?]. - 4. Heft April 1924 (mit montierter Einladung zum Frühlingsfest am 30. Mai). - 5. Heft Mai 1924 (Stundenplan Sommer-Halbjahr 1924). - 6. Heft Juni/Juli 1924. - 7. Heft August/September 1924 (Stundenplan Winter-Halbjahr 1924/1925). - 8. Heft Oktober 1924. - 9. Heft November 1924 (Albert Reimann zu seinem 50. Geburtstag), (Stundenplan Winter-Halbjahr 1924/1925). - 10. Heft Dezember 1924 mit einem Holzschnitt von Adolf Plünnecke auf dem Vorderdeckel (nicht bei HDO Söhn); Berlin, Verlag "Farbe und Form", Reimannhaus. 1924. 30 x 23,5 cm. Original-Pappband (Umschlagsillustration von Max Hertwig). Trotz der Empfindlichkeit des Pappbandes ein sehr gut erhaltenes Exemplar. Lediglich das Exlibris auf der Innenseite des Vorderdeckels entfernt. Sehr selten.

Sachgebiete: Kunstgeschichte, Kunsthandwerk

780,- EUR

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Einladung zum "Bal des 4 Z´ART 1924". Paris, Druck: Imprimerie P. Marmy. 1924. 24,7 x 19,5 cm. Einblattdruck. Im Druck signiert "Sadnal". Der Teil am unteren Rand der Einladung ist beim Einlass abgetrennt worden. Durchgehender Knick links. Es gibt nur sehr wenige Exemplare der Einladung, die vollständig sind, da sie nicht genutzt wurden. Der Bal des Quat'Z'Arts (oder 4 Z'Arts) nimmt einen besonderen Platz in der langen Chronik der Bälle und Pariser Veranstaltungen des 20. Jahrhunderts ein. Henri Guillaume, damals an der Nationalen Schule der Schönen Künste von Paris, hatte 1892 die Idee, mit allen Werkstätten von Architekten, Malern, Bildhauern und Grafikern, einen Kostümball in einem Raum zu organisieren, in dem dessen Dekoration von allen mitgestaltet werden sollte. Seitdem sticht der Bal des Quat'Z'Arts, der nur auf besonderer Einladung besucht werden konnte, als ein einzigartiges Ereignis von unbestreitbar künstlerischem hervorragenden Rang heraus. Ein Thema, das oft aus einem alten Text stammt, wird jedes Jahr zum Motto erklärt, und mit relativ geringen finanziellen Mitteln wird anlässlich einer einzigen Nacht ein Märchenszenerie erstellt. Der Ball in seiner Dekoration, in seinem Geist, in seiner Phantasie und in der Kostümierung der "Tänzer", in seinen großartigen Kompositionsszenen, ist ein einzigartiges Schauspiel der Kreativität. Von 1892 bis 1966, dem Jahr des letzten Balls, gab es 63 Bals des Quat'Z'Arts. Invitation to the "Bal des 4 Z'ART 1924". Paris, printed by Imprimerie P. Marmy. 1924. 24.7 x 19.5 cm. Broadsheet. Signed in print "Sadnal". The part at the bottom of the invitation has been detached at the entrance. Full kink on the left. There are very few copies of the invitation that are complete because they were not used. The Bal of the Quat'Z'Arts (or 4 Z'Arts) occupies a special place in the long chronicle of the balls and Parisian events of the 20th century. Henri Guillaume, then at the National School of Fine Arts of Paris, had in 1892 the idea, with all the workshops of architects, painters, sculptors and graphic artists to organize a costume ball in one room in which the decoration of all should be decorated. Since then, the Bal of the Quat'Z'Arts, which could only be visited by special invitation, stands out as a unique event of undeniable artistic excellence. A theme that often comes from an old text is used as a motto every year, and a fairy tale set up on a single night with relatively little financial resources. The ball in its decoration, in its spirit, in its imagination and in the costumes of the "dancers", in its great compositional scenes, is a unique spectacle of creativity. From 1892 to 1966, the year of the last ball, there were 63 bals of the Quat'Z'Arts.


280,- EUR

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