Galerie Hochdruck

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Polydorus Vergilius Urbinas / Petrarcameister, Hans Schäuffelein etc.

Von den Erfindern der ding. Wie, vnnd durch woelche alle ding/ ... Von anfang der Wellt her/ biß auff dise vnsere zeyt geübt vnnd gebraucht… Mit schoenen Figuren durchauß gezyeret/ etc. Hainrich Stayner, Augspurg 1544 (EA 1534). 4to.Titelblatt, 3 S. Vorrede, 6 S. Register (Lage a), fehlt Lage b mit Stichwortregister und zweitem ganzseitigen Holzschnitt (wie im Exemplar der Bayerischen Staatsbibliothek vorhanden), Frontispiz mit ganzseitigem Holzschnitt des Petrarcameisters, Fol. I – CLXXI (342 S.). Mit 129 (teilweise wiederholten) Holzschnitten vom Petrarcameister, Hans Schäuffelein u.a. Initialen und wiederholte Vignetten mit Grotesken in Holz- oder Metallschnitt. ❧ Vorsätze erneuert und neuerer Ganzpergamenteinband. Teilweise knapp beschnitten (teilweise Textverlust bei den Marginalien), Blatt XLVIII mit ergänztem Eckabriss (Textverlust), Blatt aiii, LXIII, XCVIII, CVII, CXXVI mit kleinem Ausriss am Rand (kein Textverlust), Blatt CX mit kleinem Löchlein in der Darstellung. Die Holzschnitte größtenteils in guten, kräftigen Abdrucken. Das Papier durchgehend sehr fest und sauber. ❧ Das Hauptwerk des aus Urbino stammenden Humanisten Polydorus Vergilius "De rerum inventoribus" kam 1499 in Venedig zuerst auf Lateinisch heraus. Ab 1502 lebte Polydorus hauptsächlich in England, wo er die erste quellenkritische Geschichte des Landes schrieb. De rerum inventoribus, 1521 um 5 Bücher über christliche Institutionen erweitert, 1534 zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt, stellt eine frühe Kulturgeschichte der damals bekannten Welt dar. "Erfindung" ist hier also nicht nur im technischen Sinne, sondern vor allem auch als kulturelle Errungenschaft zu sehen. Entsprechend abwechslungsreich ist die Wahl der Themen, denen sich Polydor widmet, vom Anfang der Sprachen, der Religionen, der Schreib- und Dichtkunst, über die Geschichte der Musik, Philosophie, Astrologie und Medizin bis zur Entwicklung der Zauberkünste und Traumauslegung, aber auch der Gesetzgebung und der „Vermessung der Welt". ❧ Die berühmten Holzschnitte des nach seiner Erstveröfflichung benannten „Petrarcameisters“, der zeitweise von manchen Kunsthistorikern mit Hans Weiditz identifiziert wurde (eine Identifizierung, die auf Dauer nicht standhielt), kamen erstmal zum Abdruck in: Franciscus Petrarcha. Von der Artzney bayder Glück/ des guten und widerwertigen.... ("Trostspiegel"). Gedruckt zu Augspurg durch Heynrich Steyner 1532. Die Herausgabe des Werkes, die bereits für 1521/1522 geplant war, verzögerte sich um ganze 10 Jahre durch die Todesfälle derer, die daran maßgeblich beteiligt waren. Die Holzschnitte des Petrarcameisters lagen in ihrer Gesamtzahl bereits im Jahre 1520 vor, sodass ihre Entstehung zwischen 1517, dem Jahr der Beschlussfassung über die Herausgabe des Buches, und 1520 gelegen haben muss. Für die wiederholte Herausgabe des „Polydorus“ verwendete der Verleger Steiner (es kommen sämtliche Schreibweisen „ei“, „ey“, „ai“ und „ay“ abwechselnd vor!) die zahlreichen noch vorhandenen Holzstöcke aus dem Petrarca in fremden Kontext wieder und ergänzte sie um andere, teilweise viel früher zu datierende Holzstöcke (z.B. Fol. XLIX recto aus: Hieronymus Brunschwig, Dis ist das Buch der Cirurgia. Hantwirckung der Wund Artzney, Augspurg: Schönsperger 1497).

Sachgebiete: Alte Drucke 16. Jahrhundert , Altmeistergraphik, Illustrierte Bücher

4500,- EUR

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Alessandro Gandini (tätig zwischen 1545 und 1565)

Die Muttergottes mit Kind und Heiligen, zwischen 1545 und 1565. Clair-obscur-Holzschnitt von drei Stöcken auf Bütten, 35,7 x 24,2 cm. Unikum. Seltener Chiaroscuro-Holzschnitt nach einem Gemälde von Girolamo di Tommaso, gen. Il Treviso, das dieser für die Familienkapelle der Boccaferri in San Domenico in Bologna ausführte. Druck von Andrea Andreani mit dessen Monogramm und Jahreszahl 1610. Das vorliegende Blatt weist auf der Rückseite einen weiteren, zarteren Abdruck desselben Motivs auf, möglichweise einen Probedruck. So Unikum! Provenienz: Ex Sammlung Ambroise Firmin-Didot (Lugt 119) und Juan Jorge Peoli (Lugt 2020) mit den jeweiligen Sammlungsstempeln. Referenz: Bartsch XII.65.25, Gnann 130, Johnson 2013/S. 5. ❧ Zustand: Ausgezeichneter, klarer Druck mit schmalem Rand. Die bei den Andreani-Drucken oft gesehen Quetschfalten vom Druckprozess, ansonsten in ausgezeichnetem Erhaltungszustand. ❧ Aus dem Vorbesitz von Ambroise Firmin-Didot (1790-1876), Sohn des gleichnamigen Vaters, der die nach ihm benannten „Didot“-Schriftschnitte entwickelte und zu einem der bedeutendsten Typographen Europas zählt. Ambroise Firmin-Didot Sohn setzte nicht nur die Tradition seines Vaters als Typograph fort sondern legte auch eine der bedeutendsten Grafiksammlungen des 19. Jahrhunderts an, über die Frits Lugt schrieb: „Le résultat de 50 années d'activité fut une collection extraordinaire par sa richesse et sa beauté d'épreuves“ (50-jährige Sammeltätigkeit resultierte in einer Sammlung, die durch ihre Reichhaltigkeit und die Schönheit der einzelnen Exemplare glänzte). Firmin-Didot schrieb auch eine bedeutende Abhandlung über die Geschichte des Holzschnitts, den „Essai typographique et bibliographique sur l’histoire des la gravure sur bois“ (1863).

Sachgebiete: Altmeistergraphik, Graphik

4000,- EUR

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Japonismus - Hans Neumann (1873-1957)

Boote am Starnberger See, 1907. Farbholzschnitt auf Japanpapier, 39,3 x 18 cm. Mit rotem Monogrammstempel im Stock nach Art der japanischen Signaturstempel. Lins unten vom Künstler datiert und bezeichnet „1907 Handdruck“, rechts unten signiert „Hans Neumann jr.“ und mit Ortsangabe „München“. Provenienz: Nachlass des Künstlers. Literatur: Karl August Reiser, Graphik des deutschen Jugendstils, Düsseldorf 1972, S. 35 f.; Bernd Dürr: Kunst und Künstler in Dachau und im Amperland 1890-1930, München 1981, S. 36 f.; Christiane Remm, Die Holzschnitt-Ausstellung I der Künstlergruppe „Brücke“ 1906 in Dresden, in: Magdalena M. Moeller (Hrsg.), Frühe Druckgraphik der „Brücke“, München 2005, S. 15; Ralf Gottschlich, Hans Neumann – Farbholzschnitt nach japanischer Manier, in: Jan T. Wilms (Hrsg.), Crossing Cultures – Der Farbholzschnitt in Europa und Japan 1900-1950, S. 52-65 ❧ Die Brüder Ernst und Hans Neumann waren vor allem Gebrauchsgrafiker, die nicht nur Plakate entwarfen, sondern auch als Illustratoren für die Münchner Zeitschriften "Jugend“ (auf die das Wort „Jugendstil“ zurückgeht) und "Simplicissimus" arbeiteten. Besonders Hans Neumann schuf darüber hinaus - meist in monotypieartigen, sorgfältig abgezogenen Handdrucken - eine bedeutende Anzahl von Farbholzschnitten, die sowohl in Technik als auch in Bezug auf die besonderen Bildausschnitte stark vom japanischen Farbholzschnitt beeinflusst sind. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Neumann auf dem Gebiet der Grafik neben den Künstlern der Wiener Secession, Emil Orlik oder Walther Klemm maßgebend an der Übernahme der „japonistischen“ Bewegung aus Frankreich und deren Fruchtbarmachung für den deutschen Sprachraum beteiligt war. Durch seine Ausstellungstätigkeit in München und Dresden, wo Hans Neumann 1906 gemeinsam mit Kandinsky (der das Medium des Farbholzschnittes übrigens anlässlich einer Ausstellung der Wiener Secession 1903 begeistert rezipierte) und Wilhelm Laage als Gast an der ersten Grafikausstellung der jungen Künstlergemeinschaft "Die Brücke" ausstellte, wurde er auch für die dort vertretenen Künstler ein Begriff.

Sachgebiete: Graphik, Japan, Jugendstil, Moderne Kunst

800,- EUR

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Deutscher Expressionismus - Oskar Nerlinger (1893-1969)

Männerporträt vor Stadtlandschaft (Mann vor Stadtlandschaft), 1918. Konvolut, bestehend aus: 1. (Holz-)Druckstock, 22,5 x 17,8 cm. Verso in Bleistift bezeichnet "Nerlinger/für/Der Weg" 2. Makulaturdruck von diesem Stock, der für den Drucker zur Erkennung des verpackten Stockes diente und auf diesem aufgebracht war. 3. Einer von wenigen Neudrucken (Handdruck) auf Japanpapier. ❧ Der Holzstock wurde zur Entstehungszeit zweimal für den Abdruck in Zeitschriften verwendet, und zwar: 1. Menschen. Monatsschrift für neue Kunst - Jüngste Literatur - Graphik - Musik - Kritik. 1. Jg., Heft 7, 1918. Hrsg. von Felix Stiemer. Schriftleitung Heinar Schilling. Felix Stimer Verlag, Dresden. ❧ 2. Der Weg. Heft 3, März 1919. Hrsg. von Walter Blume. Verlag Der Weg, München. Referenz: Söhn 26908-2, Söhn 36103-5 (dort betitelt „Mann vor Stadtlandschaft“), Davis (The Robert Gore Rifkind Center) 2085 und 2086. Zustand: Der Stock mit den üblichen Gebrauchsspuren aber insgesamt in guter Erhaltung. Der Makulaturdruck mit Eckabrissen rechts und links unten, auf Japanpapier aufgezogen. Der Neudruck einwandfrei. ❧ Interessantes Zeugnis aus Nerlingers früher expressionistischer Phase. Nerlinger, der bei Emil Orlik und Emil Rudolf Weiß in Berlin studiert hatte, wandte sich unter dem Einfluss Herwarth Waldens und dessen „Sturm-Galerie“ in den 20er Jahren der abstrakt-konstruktivistischen Kunst zu.

Sachgebiete: Deutschland, Expressionismus, Graphik, Moderne Kunst

2500,- EUR

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Abstrakter Expressionismus - Moriz Melzer (1877-1966)

Acht unveröffentlichte Originalschnitte, 1919. Or.-Broschur, 23,4 x 18,5 cm. Unpaginiert. Mit 8 Schwarz-Weiß-Linolschnitten sowie einem Linolschnitt auf dem Umschlag von Moriz Melzer. Text von Eugen Styx. 6. Heft der Zeitschriftenreihe "Der schwarze Turm", November-Verlag 1918, Kiel. Gedruckt bei Paul Meyer & Paustian, Hamburg. Dezember 1919. "Die Auflage wurde hergestellt in (einmalig) zweihundert Exemplaren. Handkoloriert und vom Künstler signiert sind die Drucke 1 bis 50. Dieser Abzug trägt die Nummer 131". Mit Werbeanzeigen für die Zeitschriften "Münchner Blätter für Dichtung und Graphik" und "Die Sichel" sowie die erste Lieferung der Mappenreihe "Die Fibel". Referenz: Söhn 72806-1 to 72806-8, Davis (The Robert Gore Rifkind Center) 1971-1979 ❧ "Der schwarze Turm" erschien in 8 Heften (Februar 1919 bis März 1920), wobei jeweils ein einziger Künstler mit Originalgrafik präsentiert wurde. Die Künstler der einzelnen Hefte waren: Walter O. Grimm, Bernhard Klein, Georg Tappert, Karl Jacob Hirsch, Ernst Ewerbeck, Moriz Melzer, Josef Achmann und Martin Schwemer. Während die Holzschnitte der meisten Künstler dem expressionistisch-figurativen Trend treu blieben, weisen die abstrakten Linolschnitte Melzers am weitesten in die Zukunft. Übrigens erschien das erste Heft der Reihe entgegen der im Impressum noch fortlaufend verwendeten Datierung 1918 erst im Februar 1919. Die Novemberrevolution in Deutschland – ein Ereignis, das zur Bildung der Künstlervereinigung Novembergruppe führte - war vom Kieler Matrosenaufstand ausgegangen. Name und Gründungsjahr des November-Verlages stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit diesem Ereignis. ❧ Bis auf den ersten Linolschnitt und den Linolschnitt mit dem Namenszug auf dem Umschlag sind alle Grafiken Querformate. Das Heft muss also zur korrekten Ansicht der Grafiken immer so gedreht werden, dass sich das Sternchen unten befindet.

Sachgebiete: Expressionismus, Graphik, Illustrierte Bücher, Moderne Kunst, Zeitschriften/Zeitungen

500,- EUR

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Französische Avantgarde - Blaise Cendrars/Fernand Léger

La fin du monde filmée par l'ange N.-D. Widmungsexemplar. Éditions de la Sirène, Paris 1919. Mit 22 Pochoirs nach Entwürfen von Fernand Léger, davon 21 in Farbe, teilweise in Kombination mit Klischeereproduktionen nach Tuschezeichnungen, und einem in schwarz als Titel auf dem Vorderumschlag. Unpaginiert. 31,5 x 25 cm. Eines von 1200 nummerierten Exemplaren auf Vélin Lafuma. In privater Leinenkassette. ❧ „La composition, en Morland corps 24, et le tirage ont été faits dans les ateliers de l'imprimerie FRAZIER-SOYE, 168, boulevard du Montparnasse, à Paris. - Le coloriage a été exécuté dans les ateliers de RICHARD, coloriste, 45, rue Linné, à Paris.“ Mit eigenhändiger Widmung von Blaise Cendrars „à Monsieur Pierre Ladreyt, très grand initiateur de Moravagine .... (et cie ?), sans craindre 'La Fin du Monde' (typografisch), dont nous avons tous plus ou moins soufferts avec Rosa et d'autres amis. Très cordial hommage de Blaise Cendrars, Noël 1952”. Referenz: Monod 2395 - Mahé I, 440f. - Skira 197 - Talvart/Place II, 333, 10 - Carteret V, 41 Zustand: Eine durchgehende kleine, kaum merkliche Knickstelle am rechten oberen Eck. Papierbedingt durchgehend gleichmäßig leicht gebräunt. Der Schmutztitel mit der Widmung und der hintere Einbanddeckel (Farbspuren vom Druck?) leicht fleckig. Ansonsten in sehr gutem, frischen Zustand und mit leuchtendem Kolorit. ❧ Eines der frühen Hauptwerke Cendrars, gleichzeitig das zweite von Léger illustrierte Werk. Die farbigen Collagen entstanden fast ausschließlich unter Zuhilfenahme und Verfremdung typographischer Elemente, die verschiedenartig übereinander gedruckt wurden. Jedes einzelne Buch wurde aufwändig mit der Hand schablonenkoloriert, was man an den zahlreichen Pinselspuren ablesen kann und wodurch jedes Exemplar der Auflage Unikatcharakter bekommt. „The message of modernity is evident on every page of this bibliophilic masterpiece” (Robert Flynn Johnson: Artists’ Books in the Modern Era 1870-2000. Fine Arts Museum of San Francisco, 2001).

Sachgebiete: Avantgarde, Graphik, Illustrierte Bücher, Moderne Kunst, Typographie

5900,- EUR

Galerie Hochdruck

Friedmanngasse 12/5 • 1160 Wien

Telefon +4369911506010
E-Mail: contact@galeriehochdruck.com · Internet: www.galeriehochdruck.com/index.html

Die Galerie Hochdruck zeigt europäische und internationale Originalgrafik von der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bis heute. Neben qualitätvollen Einzelblättern wird auch eine große Anzahl von Sammelstücken angeboten, die Originalgrafik enthalten oder in unmittelbarem Zusammenhang damit stehen: illustrierte Bücher, Künstlerbücher, Künstlermappen, Kataloge, Broschüren, Kunstzeitschriften, Künstlerplakate, Ephemera wie Ex Libris oder Einladungskarten und nicht zuletzt originale Druckstöcke und Druckplatten. Außerdem bietet die Galerie auch Sekundärliteratur zum Thema Druckgrafik an. Die Galerie hat einen besonderen Schwerpunkt auf Arbeiten im klassischen Hochdruckverfahren wie Holzschnitt, Holzstich, Linolschnitt oder Hochätzung, aber auch ungewöhnlicheren Hochdrucktechniken wie Metallschnitt, Papierschnitt und Wandschnitt. Darüber hinaus sind Arbeiten in allen anderen klassischen Drucktechniken wie Kupferstich, Radierung, Lithografie oder Siebdruck Teil des Galeriebestandes, wobei in Zukunft auch der durch die zunehmende Digitalisierung bedingten Erweiterung des Begriffes „Originalgrafik“ Rechnung getragen werden soll. In zahlreichen Spezialausstellungen wurden in den letzten Jahren wesentliche Bereiche der Druckgrafik ins Rampenlicht gerückt: Von der Altmeistergrafik (und zeitgenössischen Antworten darauf), über Druckgrafik des Jugendstils, des Japonismus, Expressionismus und Surrealismus bis zu künstlerisch anspruchsvollen Beispielen für Gebrauchsgrafik oder Typographie. Ein besonderes Format – die „Wunderkammer“ – bot zusätzlich zahlreichen jungen, noch wenig bekannten, aber auch arrivierten lebenden Künstlern eine Plattform für die Präsentation ihrer aktuellen druckgrafischen Arbeit.

The Galerie Hochdruck shows original European and international prints from the second half of the 15th century to the present day. In addition, a large number of collectibles are offered that contain or are directly related to graphic art: illustrated books, artists' books, artists' portfolios, catalogues, brochures, art magazines, artists' posters, ephemera such as Ex Libris or invitation cards and, last but not least, original printing blocks and printing plates. The gallery also offers secondary literature on printmaking. The gallery has a special focus on works in relief print such as woodcut, wood engraving, linocut or relief etching, but also more unusual printing techniques such as metalcut, papercut and wallcut. In addition, works in all other classical printing techniques such as engraving, etching, lithography or silkscreen are part of the gallery's holdings, whereby in the future the expansion of the term "original print" due to increasing digitalization will also be taken into account. In recent years, numerous special exhibitions have put the spotlight on essential areas of printmaking: from old master prints (and contemporary responses to them), to prints of Art Nouveau, Japonism, Expressionism and Surrealism, to artistically sophisticated examples of commercial art or typography. A special format - the "Wunderkammer" - additionally offered numerous young, little-known, but also established living artists a platform for the presentation of their current printed work.